Rezept für 5 Min. Urlaub, Versucht es!
So, da bin ich wieder. Heute war ein komischer Tag. Irgendwie komisch halt. Hab mein Buch von Deutsch fertig gelesen, Titel: Effi Briest. Nach langer langer Zeit konnte ich mich endlich dazu aufraffen. Am Anfang hasste ich das Buch, aber irgendwie hat mich der traurige Schluss etwas nachdenklich gemacht, und das ist wohl auch der Grund für die komische Stimmung in mir.
Kennt ihr die Tage, an denen man an einem schönen Fenster sitzt, ganz für sich allein und man beobachtet, wie sich die langen, lichtdurchfluteten Vorhänge, die bis ganz auf den Boden reichen, sich leise im Wind aufwölben und sanft wieder zurückgleiten? Man möchte einfach nur auf diese nichtssagende Szenerie starren, gefangen in den eigenen Gedanken, während die Wärme und das Licht der Sonne durch das Fenster fallen und ihr Spiel mit dem Vorhang treiben. Dann gehen die verschiedensten Gedanken durch den Kopf, wie war mein Tag? Was habe ich noch vor mir? Macht mein Leben einen Sinn? Muss ich mich wirklich vor irgendetwas fürchten, oder ist die Furcht ohne Grund?
Es können Stunden vergehen, ohne dass man auch nur zu einer einzigen Antwort gelangt. Doch irgendwie war diese kurze Stunde wie ein Urlaub, ein Urlaub von der hektischen Welt, von der Welt, in der ständig das Telefon klingelt, der Computer verrückt spielt oder einfach nur der Tank leer ist. Ruhe. Stille. Begriffe, die sich langweilig anhören, aber auch Begriffe, nach denen man süchtig werden kann.
Wenn ihr das hier gelesen habt, versucht einmal Folgendes: Schaltet den Computer aus, das Handy auf "lautlos", macht die Tür zu und das Fenster so weit es geht auf. Dann stellt euch mitten in den Raum, streckt die Arme aus wie ein Vogel und hört auf jedes winzige Geräusch, das euch umgibt. Ich meine wirklich JEDES Geräusch. Die vorbeifahrenden Autos, irgend ein Summen, von dem ihr nicht wisst, woher es kommt, ein Poltern, das aus der Wohnung über euch kommt, irgendwo läuft ein Radio, ein Vogel zwitschert einsam.
Ihr werdet erstaunt sein, wieviel Schall ständig um uns herum ist, ohne dass wir ihn bemerken. Und je länger wir zuhören, desto mehr erkennen wir. Versucht's mal, ihr werdet euch wundern.
Euer Andy
Kennt ihr die Tage, an denen man an einem schönen Fenster sitzt, ganz für sich allein und man beobachtet, wie sich die langen, lichtdurchfluteten Vorhänge, die bis ganz auf den Boden reichen, sich leise im Wind aufwölben und sanft wieder zurückgleiten? Man möchte einfach nur auf diese nichtssagende Szenerie starren, gefangen in den eigenen Gedanken, während die Wärme und das Licht der Sonne durch das Fenster fallen und ihr Spiel mit dem Vorhang treiben. Dann gehen die verschiedensten Gedanken durch den Kopf, wie war mein Tag? Was habe ich noch vor mir? Macht mein Leben einen Sinn? Muss ich mich wirklich vor irgendetwas fürchten, oder ist die Furcht ohne Grund?
Es können Stunden vergehen, ohne dass man auch nur zu einer einzigen Antwort gelangt. Doch irgendwie war diese kurze Stunde wie ein Urlaub, ein Urlaub von der hektischen Welt, von der Welt, in der ständig das Telefon klingelt, der Computer verrückt spielt oder einfach nur der Tank leer ist. Ruhe. Stille. Begriffe, die sich langweilig anhören, aber auch Begriffe, nach denen man süchtig werden kann.
Wenn ihr das hier gelesen habt, versucht einmal Folgendes: Schaltet den Computer aus, das Handy auf "lautlos", macht die Tür zu und das Fenster so weit es geht auf. Dann stellt euch mitten in den Raum, streckt die Arme aus wie ein Vogel und hört auf jedes winzige Geräusch, das euch umgibt. Ich meine wirklich JEDES Geräusch. Die vorbeifahrenden Autos, irgend ein Summen, von dem ihr nicht wisst, woher es kommt, ein Poltern, das aus der Wohnung über euch kommt, irgendwo läuft ein Radio, ein Vogel zwitschert einsam.
Ihr werdet erstaunt sein, wieviel Schall ständig um uns herum ist, ohne dass wir ihn bemerken. Und je länger wir zuhören, desto mehr erkennen wir. Versucht's mal, ihr werdet euch wundern.
Euer Andy


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